Peter Schaumberger (Bildmitte) von der Gepa war zu Gast beim Jubiläum des Aplerbecker Weltladens.Am 4. Novemver 1979 wurde der Weltladen Aplerbeck eröffnet.

Als Ladenlokal diente zunächst der Vorraum im Turm der Georgskirche.

Die Idee zur Gründung hatten der damalige Pfarrer Jochen Bohl und seine Ehefrau Marga Bohl.
Zusammen mit 15 freiwilligen Helfern, meist jungen Müttern, setzten sie sich für den Verkauf von fair gehandelten Produkten ein.

 

Bohl sagte damals zum Problem der Armut in der Dritten Welt: „Ursachen des Problems sind ungerechte Handelsbeziehungen. Die Gesellschaft, mit der wir zusammenarbeiten, leitet das Geld direkt an die Produktionsgenossenschaften und Werkstätten der Dritten Welt weiter, ohne daß Zwischenhändler einen Gewinn machen.“

 

1988 zog der Weltladen in das Gemeindehaus neben der Georgskirche in die ehemaligen Räumlichkeiten des Gemeindebüros, das seinerzeit vergrößert wurde. Dort, direkt neben dem Eingang, finden Sie uns noch immer.

 

Aktuell arbeiten wir mit ca. 50 ehrenamtlich engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Generationen. Unser Antrieb ist nach wie vor die Vision einer gerechteren Welt.

Waren es früher vornehmlich fair gehandelte Produkte aus dem globalen Süden, so umfaßt unser Sortiment heute auch Produkte aus Europa. Auch die Qualität der Produkte hat sich entscheidend verbessert, sodaß wir uns als „Fachgeschäft für fairen Handel“ positionieren können.

 

Neben dem Verkauf von fair gehandelten Produkten war und ist uns von Anfang an die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sehr wichtig. Wir haben immer wieder Ausstellungen und Informationsveranstaltungen mit Experten durchgeführt, sowie Konfi- und Schülergruppen einen außerschulischen Lernort geboten.

Unsere thematischen Schwerpunkte waren bei den Ursachen der Armut im Globalen Süden u.a. das Weltwirtschaftssystem, Kinderarbeit, Landgrabbing, Müll- und Lebensmittelexporte nach Afrika und Asien, Altkleiderexporte, der Zugang zu sauberem Wasser, Klimawandel.

Darüber hinaus versuchen wir auch Lösungswege und –möglichkeiten aufzuzeigen, z.B. Entschuldung als Weg aus der Armutsfalle, Blumenkampagne, Oikocredit – fair handeln mit Geld, Food first – Ernährungssicherheit, FIAN, Mafia-freie Produkte, Wasser als Menschenrecht.

Im Auftrag der Gemeinde pflegen wir und gestalten wir Partnerschaften mit Nicht-Regierungsorganisationen:

  • bis 1994 mit SRED, Indien
  • ab 1995 GENO CDI, Kenya

Aus Anlaß unseres Jubiläums hatten wir Anfang September Herrn Dr. Schaumberger, den Geschäftsführer der GEPA, eingeladen, um mit ihm Fragen der Zukunft des fairen Handels, insbesondere im Bereich des Ehrenamtes zu erörtern.

Wir danken an dieser Stelle noch einmal herzlich für seine Würdigung unserer Arbeit.

Außerdem haben wir im September den Karíbu-Weltladen in Kassel besucht und Erfahrungen mit dessen Team ausgetauscht.

 

 

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